Der Monitor fährt auch im Veloanhänger mit
Das tragische Ereignis hat das Leben von Rebecca Strässle (36) spürbar geprägt. Ihr Bruder ist im Alter von sieben Monaten an plötzlichem Kindstod gestorben. Wenn ein gesundes Kind im ersten Lebensjahr plötzlich stirbt, sprechen Ärztinnen und Ärzte vom plötzlichen Kindstod, dessen Ursachen bis heute nicht restlos aufgeklärt sind. Damit sich dieses Schicksal nicht wiederholt, wurde Rebecca nach ihrer Geburt gründlich untersucht. Das Ergebnis schaffte Klarheit: zentrale Schlafapnoe. Bei dieser erblich bedingten Störung vergisst das Atemzentrum im Gehirn, den Impuls zum Einatmen zu geben. Nach einem Jahr ist die Störung in der Regel herausgewachsen.
22 Espressi für ein Baby
Die Behandlung in den Achtzigerjahren unterschied sich fundamental von den heutigen medizinischen Möglichkeiten. Rebecca erhielt als Baby zur Stimulation des Atems das Medikament Theophyllin. Diese Tropfen wirken enorm anregend, die Wirkung ist vergleichbar mit 22 Tassen Espresso. Dermassen aufgeputscht, schlief Rebecca als Baby im ersten Lebensjahr nur vier bis sechs Stunden pro 24 Stunden. «Wie hat meine Mutter das bloss geschafft?»